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| Von Univ. Prof. Dr. Michael Stur, Wien Praxistest: Zeiss Humphrey Stratus OCT Die optische Kohärenztomographie (OCT) wurde zwar schon 1991 erstmals vorgestellt, die klinische Anwendung in der Augenheilkunde erlangte aber erst 2001 mit der dritten Gerätegeneration, dem Stratus OCT von Zeiss-Humphrey, den entscheidenden Durchbruch. Dieses Gerät bietet nicht nur eine einfache Handhabung und eine hervorragende Bildqualität, auch die Auswerteprogramme sind sehr ausgereift und ermöglichen eine standardisierte Auswertung der Tomogramme. Das Gerät kann daher in der ophthalmologischen Routinepraxis vielfach eingesetzt werden: Eine weitere Anwendung des OCT steht derzeit noch zu wenig im Mittelpunkt die Interesses: die Glaukomdiagnostik. Nach Veröffentlichung der Normalwertdatenbanken für die Nervenfaserschicht ist das OCT mittlerweile imstande, sowohl die Papillentopographie (ähnlich dem HRT) zu bestimmen als auch die Dicke der peripapillären Nervenfaserschicht (ähnlich dem Gdx) zu messen. Damit kann das OCT sowohl die Diagnose als auch die Verlaufskontrolle des Glaukoms erleichtern. Diese Anwendungen machen das Stratus OCT daher auch für den niedergelassenen Augenfacharzt sehr interessant, weil es vielfältiger einsetzbar ist als jedes andere Diagnosegerät. Im letzten Jahr haben die hochauflösenden dreidimensionalen Bilder des frequency-domain OCT große Beachtung gefunden, viele Retinologen warten sehnsüchtig auf die Markteinführung dieses Gerätes. Wegen des hohen technischen Aufwandes kann das aber noch einige Zeit dauern, der Preis wird dann aber für viele zu hoch sein. Andererseits ist zu erwarten, dass das Stratus OCT allein durch Optimierung der Software und ohne Änderung der Hardware noch einiges an Möglichkeiten zu bieten hat. So könnte die Fixation durch optionales Anbieten eines Fixationskreuzes statt des Fixationspunktes bei vielen Patienten eine besseren Untersuchung ermöglichen und eine Möglichkeit der manuellen Korrektur von Artefakten bei der Messung der Netzhautdicke könnte die Verlaufskontrolle von Makulaödemen erleichtern. Das Stratus OCT wird daher auch in Zukunft aus der täglichen Praxis nicht mehr wegzudenken sein. | |||||
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