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| Von Prim. Dr. Barbara Neudorfer Barmherzige Brüder Linz Institut für Orthoptik, Pleoptik und Neuroophthalmologie Seit Jänner 1977 besteht eine eigenständige Sehschule am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Linz. Beginnend mit einer Orthoptistin wurde unter der damaligen Leitung von Prim. Prof. Dr. Siegfried Priglinger, das Institut zu einer der größten Sehschulen Österreichs ausgebaut. Am Institut werden Erwachsene und Kinder sowohl strabologisch, pleoptisch, neuroopthalmologisch, elektrophysiologisch sowie kinderophthalmologisch abgeklärt. Bei erworbenen Schielformen wird nach neuroophthalmologischer Untersuchung der Ort der Schädigung eingegrenzt. An unserem Institut wird auch eine elektrophysiologische Abklärung durchgeführt. Im Rahmen der an unserer Abteilung angebotenen Neurorehabilitation können wir auch visuelle Rehabilitation bei Patienten mit Gesichtsfeldeinschränkungen, Störungen der Folgebewegungen und der Blickzielbewegungen in Folge eines Unfalls mit cerebralem Trauma, ZNS Tumoren sowie nach Insulten oder Blutungen anbieten. Zum Einsatz kommen optomotorische Reizmusterbehandlung, kontrollierte Diagnostik, Stimulation mit räumlich zeitlichen Frequenzmustern am Bildschirm, Explorationstraining und orthoptisches Training von Folgebewegungen und Sakkaden etc.Optische Rehabilitation durch Anpassung vergrößernder Sehhilfen mit Lupenbrille, Lupe, Fernrohrsystemen und Lesegerät ist ebenfalls Teil unserer Angebote. Hier konnte durch die seit März 2006 eröffnete Augenoptik unter Geschäftsführung von Peter Hochhauser eine Optimierung der Patientenbetreuung und Versorgung erreicht werden. Alle zur optimalen optischen Rehabilitation erforderlichen Hilfsmittel sind Vorort vorhanden und werden im interdisziplinären Team Sehschularzt – Orthoptistin – Augenoptiker angepasst. Das operative Spektrum umfasst alle Arten von Schieloperationen, nystagmusberuhigende Operationen, Ptosischirurgie und Lidchirurgie mit besonderer Berücksichtigung der lidästhetischen Chirurgie und Tränenwegssondierungen.
Die Operation werden tagesklinisch durchgeführt. Eine Verbandversorgung ist in den meisten Fällen nicht mehr erforderlich. Seh- und Mehrfachbehinderten Kinder werden durch unsere Sehfrühförderinnen in der neu eröffneten Sehfrühförderstelle betreut und ihre visuellen Fähigkeiten unter Berücksichtigung der anderen Sinnesbereiche soweit möglich trainiert. Ein standardisierter Diagnostikbogen gibt präzise Hinweise auf Teilleistungen, deren Defekte mit verschiedensten Hilfsmitteln und Computerprogrammen visuell stimuliert und in interdisziplinärer Zusammenarbeit therapiert werden. Hier sind auch Hausbesuche möglich. Ziel unserer Arbeit ist es, unseren kleinen und großen Patienten bestmögliche fachliche und mitmenschliche Hilfestellung geben zu können. | |||||
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