30.11.2011

ADVANCED RETINAL THERAPY (ART): State-Of-The-Art in der Netzhautforschung

Einen "deutlichen Innovationsbedarf im Gesundheitssystem" ortete Univ. Prof. Dr. Ursula Schmidt-Erfurth im Vorfeld des internationalen "ART"-Kongresses, der am Samstag in Wien stattfindet.

Die Retina-Spezialistin (sie ist als Vorstand der Wiener Universitäts-Augenklinik ART-Kongresspräsidentin) konnte aber auch von positiven Entwicklungen berichten: "Die Patienten werden von den wesentlichen Fortschritten, die wir in Bezug auf aktuellste Diagnostik und Therapie in der Netzhautforschung und -klinik gerade miterleben, ausserordentlich profitieren."

So stünden in der Therapie von Netzhauterkrankungen fortlaufend neue Substanzen zur Verfügung. "Erst vor zwei Wochen erhielt VEGF Trap-Eye von der FDA die Zulassung zur Behandlung der feuchten Altersbedingten Makuladegeneration". Mit dieser Substanz sei eine Vergrösserung der Behandlungsabstände von einem Monat (derzeitige Standardtherapie) auf zwei Monate möglich, habe die Phase-III "VIEW"-Studie gezeigt.

Zunehmend werde zur operativen Behandlung der Netzhaut die minimalinvasive Vitrektomie eingesetzt. Damit seien die Operationszeiten kürzer geworden und die postoperative Erholung der Patienten viel rascher.

Mit der weltweit milllionenfach eingesetzten Optischen Kohärenztomografie (OCT) sei "eine neue Dimension der Diagnostik" erreicht worden, die sich auch zur Verlaufskontrolle der Netzhauterkrankungen eigne.

Ass.-Prof. PD Dr. Matthias Bolz, der in Wien zurzeit versucht, niedergelassene Augenärzte mit der Augenklinik zu vernetzen schränkte ein: Im extramuralen Bereich werden Leistungen wie die OCT-Untersuchung und die Anti-VEGF-Therapie momentan nicht refundiert". Mit ein Grund, warum die derzeit eigentlich notwendige monatliche Injektion den meisten Patienten mit feuchter AMD in der Realität nicht verabreicht wird.

Text/Foto: Dr. Erich Feichtinger

--- eine FOTOREPORTAGE vom ART-Kongress finden Sie hier ab Montag ---

 

 

 
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