12.12.2009

Vorweihnachtliche Fortbildung: "Fakten und Visionen"

OA Dr. Anton Hommer führte durch die vorweihnachtliche Fortbildungs-Veranstaltung "Fakten und Visionen" zu den Themen Glaukom, Katarakt und der Macht der Gene.

Univ. Prof. Dr. Christoph Faschinger,(Graz), fragte "Makropapille - ist grösser auch besser?". Er zeigte, dass die Papillengrösse eine höchst individuelle Sache ist. Anschaulich führte Faschinger vor, was bei Glaukompatienten mit der Lamina cribrosa passiert und gab Hinweise zur Therapie.

Dass Carboanhydrasehemmer nicht gleich Carboanhydrasehemmer ist, zeigte Dr. Antonio Martinez, (La Coruña),in seinem Vortrag "Preservation of visual function: Evidence based treatment options". Martinez untersuchte in einer Studie über 60 Monate die Kombinationen Dorzolamid/Betablocker (COSOPT) und Brinzolamid/Betablocker.
Der Widerstandsinex (RI) in der Ateria ophthalmica (OA), der Ateria centralis retinae (CRA) und der kurzen posterioren Ziliararterie (SPCA) (primäre Wirksamkeitsparameter) wurde unter Behandlung mit Dorzolamid/Timolol signifikant reduziert (p<0,001), veränderte sich unter Behandlung mit Brinzolamid/Timolol hingegen nicht.
Dorzolamid/Timolol und Brinzolamid/Timolol verminderten den Augeninnendruck im Vergleich zu Baseline (unter Behandlung mit Timolol) signifikant.
Weiters zeigte Dr. Martinez in seiner Studie: Zu einer Progression kam es in 24 Augen (24%) in der Dorzolamid/Timolol Gruppe und 55 Augen (47%) in der Brinzolamid/Timolol Gruppe. Die Überlebensanalyse zeigte ein signifikant geringeres Risiko für eine Progression in den mit Dorzolamid/Timolol (COSOPT) gehandelten Augen.

Die "Macht der Gene" erläuterte Univ. Prof. Mag. Dr. Markus Hengstenschläger, (Wien). Er verwies auf die in den USA bereits sehr populären Internet-Genanalyse-Plattformen wie 23andme.com und die Problematik der Massen-Gentests, die solche Unternehmen durchführen.

Univ. Prof. Dr. Oliver Findl, (Wien und London), gab einen kritischen Überblick über neue Entwicklungen der Technik bei Kataraktoperationen und stellte zur Diskussion, was man im Umgang mit Patienten von den Gesundheitssystemen anderer Länder lernen könnte.

MSD-Geschäftsführerin Mag. Gabriele Grom, deren Unternehmen die "Fakten & Visionen" finanziell unterstützt und die Fortbildungsveranstaltung damit ermöglicht hat, skizzierte die Situation nach Fusion zwischen Merck und der Schering-Plough Corporation in den USA (in Österreich der Aesca Pharma GmbH).

Fotos: Medical Network / Erich Feichtinger

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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