Das neue HRT 3
Von OA Dr. Anton Hommer
Früherkennung und zuverlässige Verlaufskontrolle beim Glaukom sind die wichtigsten diagnostischen Anforderungen des praktizierenden Augenarztes. Wir verwenden dabei einerseits die Funktionsanalyse mittels Computerperimetrie und andererseits die computerunterstützten Strukturanalysen von retinaler Nervenfaserschicht und Papille.
Der Heidelberg Retina Tomograph (HRT) ist bei der Sehnervenkopfanalyse, unter anderem belegt durch über 8000 Anwender weltweit, die bevorzugte Methode. Rezente Ergebnisse der „Ocular Hypertension Treatment Study“ (OHTS) dokumentieren die Aussagekraft eines abnormen HRT Befundes als einen der wichtigsten Risikofaktoren, oder besser Indikators, für das primäre
Offenwinkelglaukom. Das „Retina Modul“, sowie das „Rostock Cornea Modul“ erweitern die Einsatzmöglichkeiten des Gerätes auch außerhalb des Glaukoms.
Das HRT 3 ist die Weiterentwicklung des bekannten konfokalen Scanning-Laser Ophthalmoskops (HRT II). Damit haben wir nicht nur eine objektive quantitative Messung der Papille, des retinalen Randsaums, der Excavation und ihrer Konfiguration, sondern aufgrund der ausgezeichneten Normdatenbank und der weiterentwickelten Progressionsanalyse eine noch genauere Beurteilung einer möglichen Progression für die Betreuung unserer PatientInnen. Der „filmähnliche“ Ablauf
am Bildschirm, wenn man die letzten Aufnahmen der Papille im rotfreien Licht und im Flickermodus abspielt, ist beeindruckend und auch für die PatientInnen sehr gut verständlich. Damit kann man auch für Laien den Verlauf, resp. die Veränderungen am Sehnerv einprägsam darstellen. Die Notwendigkeit einer Glaukomtherapie oder Ihrer Änderung kann den PatientInnen sehr überzeugend gezeigt werden.
Das HRT 3 ermöglicht aber auch die automatische Lokalisation und Quantifizierung von Netzhautödemen. Diese nicht invasive Diagnosemöglichkeit ist eine wertvolle Bereicherung unserer diagnostischen Möglichkeiten, z.B. bei der diabetischen Retinopathie.
In Zukunft wird uns das HRT 3 aber auch in Zusammenarbeit mit dem völlig neuen Heidelberg Edge Perimeter (HEP) wertvolle Dienste erweisen. Die zukünftige Verbindung der beiden Datensätze aus Strukturanalyse (HRT3) und Funktionsanalyse (HEP) wird uns eine einzigartige Möglichkeit bieten, beides darzustellen und vor allem auch gemeinsam zu analysieren.
Damit wird hoffentlich eine noch kompetentere Betreuung unseres PatientInnen möglich sein.
Dr. Anton Hommer
Oberarzt der Abteilung für Augenheilkunde
Sanatorium Hera
Löblichg. 14, 1090 Wien
Glaukomambulanz, Eingang Lustkandlg. 24
Tel. (01) 31350-45 249
Ordination: Albertg 39, 1080 Wien
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