Schwerpunkt Forschung und
Entwicklung – Pfizer Ophthalmics
Von Dr. Tobias Eichhorn, Medical Director, Pfizer Österreich
Pfizer als weltweite Nr.1 führt
mit 5,8 Milliarden Euro jährlichen
Forschungsausgaben nicht
nur innerhalb aller forschenden
Pharmafirmen, sondern auch vor
Konzernen wie Microsoft, Ford
Motors, Intel oder IBM. Im Ergebnis
verfügt Pfizer über eine
der umfangreichsten und vielfältigsten
Pipelines an neuartigen
Medikamenten. Innerhalb dieser
Pipeline stellt die Ophthalmologie
einen besonderen Schwerpunkt
dar. Die führende Rolle,
die Pfizer in der medikamentösen
Therapie mit dem derzeitigen
Portfolio an Top-Ophthalmologika
wie Xalatan und Xalacom spielt,
wird durch diese Forschungsanstrengungen
in Zukunft fortgeführt
und weiter ausgebaut werden.
Der übergeordnete Fokus
unserer Forschungsaktivitäten
besteht in der Prävention funktioneller
Blindheit. Unser Unternehmen
möchte durch intensive
Zusammenarbeit mit Ophthalmologen,
verbesserte Grundlagen-
und klinische Forschung zur
früheren Diagnostik und effektiveren
Therapie von Augenerkrankungen
beitragen. Forschung
und Entwicklung von Pfizer Ophthalmics
konzentriert sich dabei
auf drei Kernbereiche. In Fortführung
der Kompetenz auf dem
Gebiet der Glaukomtherapie ist
die Weiterentwicklung verbesserter
Wirkstoffe in dieser Indikation
das Hauptziel. Neben einigen
Erfolg versprechenden Molekülen
in präklinischer Erprobung,
befindet sich derzeit eine Substanz,
Nic-Ox, bereits in Phase II
der klinischen Entwicklung. Das
Wirkprinzip dieses Arzneimittels
beruht auf einer topischen Freisetzung
von Stickstoffmonoxid,
das, von einem Trägermolekül
abgegeben, eine effektive, kontinuierliche
Senkung des intraokulären
Druckes bewirkt. In
der Glaukombehandlung arbeitet
Pfizer auch an Verbesserungen
der lokalen Applikation und
Formulierungen, die eine Verringerung
von Dosierungsintervallen
ermöglichen, mit dem Ziel, die
Compliance zu verbessern.
Neben der Glaukombehandlung
sind Arzneimittel für die Behandlung
diabetischer Komplikationen
– das diabetische Makula Ödem und die Diabetische Retinopathie – ein weiterer Kernbereich
der Forschung. Hier befinden
sich einige aussichtsreiche
Substanzen in präklinischer Erprobung.
Der dritte Kernbereich
widmet sich der Weiterentwicklung
von medikamentösen Therapien
der Altersbedingten Macula
Degeneration, AMD. Nach Macugen
als erster zugelassener Anti-
VEGF Therapie, arbeitet Pfizer
an der nächsten Generation neuartiger
Wirkprinzipien. Eine von
Quark Technologies einlizenzierte
Substanz ist nach bisherigen Ergebnissen
in der Lage, neue Perspektiven
in der Behandlung der
AMD zu eröffnen. Das Wirkprinzip
interferiert auf molekularer
Ebene mit Genen, die für die Produktion
und Überexpression von
pathologischen VEGF verantwortlich
sind. Zusätzlich scheint diese
Substanz antiinflammatorisches
und neuroprotektives Potenzial
aufzuweisen.
Neben neuartigen Wirkstoffen
zur Therapie von AMD und
Diabetischen Komplikationen befinden
sich begleitend innovative
Träger- und Applikationstechnologien
in Entwicklung. Sie versprechen
durch Mikro-Systeme
eine einfachere und schonendere
lokale Applikation unserer
zukünftigen Ophthalmologika.
Insgesamt freuen wir uns,
dass Pfizer Ophthalmics auch
in Zukunft federführend im Bereich
der Ophthalmologie tätig
sein wird. |