Anwender-Statements zu Ranibizumab
Ein Jahr Lucentis®-Zulassung

Seit Jänner 2007 ist Lucentis® (Ranibizumab) zur Behandlung der feuchten AMD in Europa und somit auch in Österreich zugelassen. Wir haben einigen Retinaspezialisten in Österreich die Frage gestellt, was sich im letzten Jahr durch Lucentis® verändert hat bzw. welche Erfahrungen sie mit der neuen Therapie gemacht haben. Des weiteren haben wir gebeten einen kurzen Ausblick auf das nächste Jahr zu geben.

Prim. Dr. Ali Abri
Lucentis® wird im Klinikum Kreuzschwestern Wels bei strenger Indikationsstellung eingesetzt. Dazu gehören z.B. avastinrefrektäre Fälle, Monooccula, Patienten im Erwerbsalter. Es ist sowohl als Monotherapie wie auch in Kombination ein potentes Mittel mit durchschlagendem Erfolg in unserem klinischen Alltag.

OA. Dr. Ursula Buchinger
Die Einführung der intravitrealen Anti-VEGF Therapie stellt einen großen Fortschritt in der
Behandlung der feuchten AMD dar. Zum einen aufgrund der überlegenen Wirksamkeit im
Vergleich zur Visudyne Monotherapie – es gelingt bei einer deutlich größeren Anzahl von
Patienten die Sehschärfe zu stabilisieren bzw. sogar zu verbessern – zum anderen können
auch Läsionen behandelt werden, für welche die PDT nicht geeignet war.

Die Einführung der intravitrealen Anti-VEGF Therapie stellt einen großen Fortschritt in der
Behandlung der feuchten AMD dar. Zum einen aufgrund der überlegenen Wirksamkeit im
Vergleich zur Visudyne Monotherapie – es gelingt bei einer deutlich größeren Anzahl von
Patienten die Sehschärfe zu stabilisieren bzw. sogar zu verbessern – zum anderen können
auch Läsionen behandelt werden, für welche die PDT nicht geeignet war.

Dr. Peter Datlinger
Licht Und Chance Eine Neue Therapie In Sicht. Die vielversprechenden Studienergebnisse
entsprechen beeindruckenden Resultaten in der klinischen Praxis. Zwei bis drei Behandlungen
reichen oft aus, um den Netzhautbefund und die Sehschärfe zu bessern oder zumindest
zu stabilisieren.

Prim. Dr. Alfons Dobersberger
Lucentis® wird seit ca. 1 1/2 Jahren im KH Vöcklabruck verwendet. Aufgrund des multikausalen
Krankheitsbildes bekennen wir uns zur Mehrfachtherapie (PDT-TA-anti VEGF). Seit der zusätzlichen Anwendung von Lucentis® äußern sich die Patienten bei den aufwendigen
Kontrollen oft spontan über beobachtete Sehverbesserungen. Die Freude kann mit dem Augenarzt geteilt werden, der erstmals die Option einer Befundverbesserung anbieten kann.

Univ. Prof. Dr. Christian Prünte
Lucentis® hat uns nicht nur lange nicht für möglich gehaltene neue klinische Möglichkeiten gegeben. Zum ersten Mal können wir unseren Patienten mit feuchter Makuladegeneration eine wirkliche Verbesserung ihres Sehvermögens in Aussicht stellen. Dieses hat auch den täglichen Umgang mit unseren Patienten erfreulicher gemacht.

Die Zahl der Patienten und die Häufigkeit der notwendigen Injektionen hat eine besonders
intensive Suche nach optimierten Behandlungsschemata bewirkt. Neue diagnostische Methoden,
wie das hochauflösende OCT, werden uns in naher Zukunft objektive Kriterien für eine auf jeden einzelnen unserer Patienten zugeschnittene Therapie mit vertretbarem Aufwand für Patient und Arzt ermöglichen.

Dr. Michael Tittl
Das erste Jahr Lucentis® hat uns Makulaspezialisten die Möglichkeit gegeben, jenes Präparat anwenden zu können, welches mit Abstand die schnellste und ausgeprägteste Wirkung bei feuchter AMD erzeugt. Das war für mich, der alle Therapiemodalitäten der letzten zwei Jahrzehnte anwendete, eindeutig und wiederholt erkennbar. Diesem Präparat ist derzeit in der Initialphase der Therapie absolut der Vorrang zu geben. Was wir uns wünschen, wäre eine
längere Wirkdauer um die Anzahl der Wiederbehandlungen zu senken. Ich denke, dass ein Konzern wie Novartis über die intellektuellen und finanziellen Ressourcen verfügen müsste, um in Zukunft auch dieses Problem in den Griff zu bekommen.

Für mich als niedergelassener Makulaspezialist ist die geglückte KH-Finanzierung für Lucentis®
von großer Wichtigkeit, da sie den Ärzten in den Spitälern die Möglichkeit gibt, sich auf das Wesentliche, nämlich die fachgerechte medizinische Betreuung der vielen Betroffenen, zu konzentrieren. Weiters können dadurch die notwendigen Studien durchgeführt werden, um das Anwendungsspektrum von Lucentis® für die klinische Routine genauestens auszuloten. Davon profitieren alle niedergelassenen Spezialisten, um damit jenen Patientenanteil, der aus welchen Gründen auch immer nicht im Spital behandelt werden kann oder will, bestmöglich zu versorgen.